Das Projekt "Nach-Druck" begleitet eine Ausstellung von Holzschnitten des Künstlers Peter Lang ab 17. November 2000 im Kunstgang Bad Tölz unter folgenden Aspekten:

Kinder und Jugendliche anzusprechen, die in ihrer Lebenswelt wenig Berührungspunkte mit künstlerischem Schaffen haben.

 Schwellenangst gegenüber Kunst abzubauen und eine breitere Öffentlichkeit zu schaffen,

 Ins Bewußtsein zu rücken, wie wichtig Phantasie und Kreativität ist  gerade in unserer heutigen Zeit ist, in der alles vorgefertigt zu sein scheint.

 Zu zeigen, weiche Qualitäten für alle Bereiche daraus enstehen können.

 Die Attraktivität des Stadtteils Lettenholz zu beleben und positiv zu besetzen.

Folgende Einrichtungen haben bereits eine Zusammenarbeit zugesichert: Tölzer Jugendförderung ( Jugendcafé / Projekt Lettenholz ) und Seidl Gymnasium ( Kunsterzieher ). Eine Jugenddisco als Promotionsveranstaltung am 10. 11. 00 im Foyer der Galerie ist bereits von der Tölzer Jugendförderung geplant. Zentraler Punkt des Projekts "Nach-Druck" ist die eigenverantwortliche, künstlerische Tätigkeit der Kinder und Jugendlichen und ein Lehr- und Schaubuch, das als Mappe konzipiert ist, um die entstehenden Arbeiten hinzufügen zu können. Neben den abgedruckten Holzschnitten ist es als ein Skizzenbuch zu benützen und mit einer Aufschlüsselung aller Beteiligten am Herstellungsprozess ( zB. Graphiker, Photograph, Papierhersteller, Drucker, Binder, Sponsoren) versehen.

Projekt “Nach-Druck"

Begleitkonzept für die Ausstellung von Peter Lang im Kunstgang / Tölz

Unter der Schirmherrschaft von Landrat Manfred Nagler findet eine Ausstellung von großformatigen Farbholzschnitten ( 212 x 90 cm ) des Holzkirchner Künstlers Peter Lang im November 2000 in der Galerie Kunstgang von Klaus Drescher in der Flintkaseme Bad Tölz statt.

Diese besondere Ausstellung bietet die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit Tölzer Schulen (z. B. Seidl - Gymnasium, Lettenholz Schule) und anderen Jugendeinrichtungen ( z. B. Jugendbildungsstätte Königsdorf, Jugendcafe Tölz). Hier können Kinder und Jugendliche einen neuen Ansatz in der Kunstvermittlung erleben und die Qualität kreativer Prozesse entdecken.

Im Folgenden soll stichpunktartig die Zielsetzung und die Umsetzung eines Konzeptes angesprochen werden:

“Nach-Druck”

  1. Die Kinder und Jugendlichen sollen einen direkten, authentischen Kontakt zu einem Künstler erleben und Einblick in den Berufsalltag eines freischaffenden Künstlers bekommen.
     
  2. Weiterhin kann im Kunstgang modellhaft die vermittelnde Arbeit einer Kunstgalerie zwischen Gesellschaft und Künstler aufgezeigt werden.
     
  3. Anhand des Kataloges wird aufgeschlüsselt, wie vielfältig die Beteiligung von Menschen in dessen Herstellungsprozess ist - z. B. der Photograph, der Redakteur, der Graphiker, der Papierhersteller, der Drucker, der Binder, der Sponsor, ......
     
  4. Die Schüler gewinnen Verständnis und Einsicht in die einzelnen Abläufe der Drucktechniken, die beispielsweise Bestandteil der Lehrpläne sein können.
     
  5. Diese Realisierung im Großformat fördert durch Gruppenarbeit die allseits geforderte Entwicklung von Teamfähigkeit und sozialen Kompetenzen, auch im kreativen Bereich.

  A  Zielsetzung

  B   Umsetzung
 ( Chronologischer Ablauf für das Schuljahr 00/01 )

  1. In den Schulen die Allbindung an den Lehrplan durch Absprache mit den Lehrkräften.
     
  2. Besuch der Ausstellung zusammen mit dem Künstler und dem Galeristen.
     
  3. Verteilen eines Kataloges als Handreichung, Arbeits- und Schaubuch.
     
  4. Übergabe der Materialien ( Druckplatten / 212 x 90 cm. Schneidgeräte ), Einweisung in handwerkliche Grundkenntnisse.
     
  5. Besprechung der Gemeinschaftsentwürfe.
     
  6. Selbständige Bearbeitung der Druckstöcke durch die Schülergruppen.
     
  7. Besprechung der einzelnen Arbeiten.
     
  8. Druck der Großformate in Zusammenarbeit mit dem Künstler Peter Lang im Kunstgang.
     
  9. Mitnahme und Hängung der Arbeiten in den Schulen und Einrichtungen.

  C  Ausblick

Der Aufbau von eigenen Galerien in den Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen (z. B. Schulgalerie) und Vermittlung der damit verbundenen professionellen Präsentation von Kunst.